Brest liegt 350 km südwestlich von Minsk an der weissrussisch-polnischen Grenze am Zusammenfluss des Muchawez und des Westlichen Bug. Seit Anfang des 18.Jh. bis in das 20.Jh. hiess die Stadt Brest-Litowsk, 1921 bis 1939 Brest am Bug und seit September 1939 schliesslich Brest.
Brest besitzt für Weißrussland eine wichtige Verkehrsbedeutung als „Tor zum Westen“. Hier befindet sich der wichtigste Eisenbahn- und Autobahngrenzübergang nach Polen – der größte Teil des landgestützten Verkehrs von Westeuropa über Deutschland und Polen nach Weißrussland, Russland und weiter nach Zentralasien passiert die Stadt.
Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die monumentale Gedenkstätte, die an die Verteidigung der Brester Festung zu Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion im Juni 1941 erinnert. Nördlich von Brest befindet sich die Belaweschskaja Puschtscha, ein Nationalpark, der auf der Liste des Weltnaturerbes der UNESCO geführt wird. Hier wurde die Auflösung der Sowjetunion beschlossen. Museen: das Museum der Verteidigung der Brester Festung (Es stellt das Zentrum der Gedenkstätte Brester Heldenfestung dar. Den Schwerpunkt bilden die Kämpfe zu Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges 1941, denen vier Säle gewidmet sind. Die Korridore des Erdgeschosses werden für Sonderausstellungen genutzt, in einem Raum im Erdgeschoss befindet sich eine Waffenausstellung), das Heimatkundemuseum (zeigt in langlebigen Sonderausstellungen verschiedene Aspekte der Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung), das archäologische Museum „Bjaresze“( bietet Einblicke in die Anfänge der Stadt. Das Museumsgebäude wurde über einer mehr als 100 m² großen Ausgrabungsstätte errichtet und beherbergt so in seinem Zentrum die freigelegten hölzernen Fundamente von etwa 30 Gebäuden aus dem 13. Jahrhundert. Auf den Galerien um das Zentrum des Museums herum ist die Dauerausstellung untergebracht, in der sich weitere Grabungsfunde, erklärende Schemata und dergleichen mehr befinden.), das Kunstmuseum (Seine Dauerausstellung zeigt in siebzehn Sälen die Kunstobjekte von professionellen und nichtprofessionellen Künstlern aus der Region. Darunter finden sich Gemälde aller Art, Skulpturen, Batikarbeiten, aber auch Produkte des Weberei und der Handwerkskunst.), das Museum der Geschichte der Stadt Brest (zeigt auf knapp 200 m² Ausstellungsfläche die Geschicke der Stadt von den frühesten Zeiten bis zum Ende des ersten Weltkrieges. ), das Museum der geretteten Kunstschätze (Sie sind Kunstgegenstände, die der weißrussische Zoll beschlagnahmte, als man versuchte, sie gesetzeswidrig außer Landes zu schaffen. Daher findet sich hier ein buntes Gemenge der verschiedensten Objekte – Ikonen des 16. Jahrhunderts, Möbel des 19. Jahrhunderts, Gemälde russischer und westeuropäischer Künstler, Silberschmiedearbeiten…), Museum der Eisenbahntechnik (Hier sind unter freiem Himmel Lokomotiven und Waggons aus verschiedenen Epochen der Eisenbahngeschichte ausgestellt).


